Liebe gibt Hoffnung

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Die ganze Story

Belinda (Sarah Jones) hat ihren Traum verwirklicht und ist Ärztin geworden. Ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes, um den sie noch immer trauert, verlässt Belinda Boston und reist gemeinsam mit ihrer Studienfreundin Annie (Haylie Duff) in die Provinzstadt Sikeston. Sie soll dort die Praxis eines kürzlich verstorbenen Arztes übernehmen. Annie hat noch einige Wochen Zeit, bevor sie in einer anderen Stadt selbst eine Stelle als Ärztin antreten soll. Und so begleitet sie Belinda, um ihr in der Anfangszeit beizustehen. Schnell stellt sich heraus, dass Belinda die Unterstützung ihrer Freundin dringend benötigt. Denn in Sikeston grassiert eine unbekannten Seuche, die anscheinend vom Waisenhaus nahe der Stadt ausgeht und bereits erste Todesopfer gefordert hat.


Bei ihrer Ankunft in Sikeston lernen die beiden Frauen zuerst Bürgermeister Evans (Patrick Duffy) kennen, der sie in Belindas neue Arztpraxis und ihr neues Zuhause führt. Bereits auf den ersten Blick erkennt Belinda, dass die Praxis in einem desolaten Zustand ist und viel Arbeit auf sie und Annie wartet. Dennoch möchte Belinda zu allererst das Waisenhaus besuchen, um sich ein Bild vom Gesundheitszustand der kleinen Patienten machen zu können.


Im Waisenhaus wird Belinda von der alten Betreuerin Hattie Clarence (Cloris Leachman) empfangen, die zunächst kaum glauben kann, dass Belinda wirklich Ärztin ist. Der Zustand des Heims ist erschreckend: Das Haus wirkt trostlos, dunkel und verlassen, als hätte sich lange niemand mehr richtig darum gekümmert. Die meisten Kinder liegen auf der kleinen Krankenstation des Hauses. Die wenigen Gesunden hat Miss Clarence zum Spielen nach draußen geschickt, damit sie sich nicht anstecken. Einzig die kleine Lilian (Annalise Basso) hilft der alten Dame bei der Pflege der Kranken. Das Mädchen wirkt selbstbewusst, aber auch verbittert und traurig. Belinda gegenüber verhält sie zunächst beinahe feindselig. „Wir trauen Fremden nicht über den Weg“, erklärt Lilian knapp und lässt Belinda damit stehen.


Von Miss Clarence erfährt Belinda, dass sich bisher keines der Kinder von der Krankheit erholt hat. Außerdem erzählt sie, dass einige Bürger der Stadt vorhätten, das Waisenhaus zu schließen und die Kinder aus der Stadt zu jagen, weil sie die Waisen für die Seuche verantwortlich machen. Anführer dieser Gruppe sei ein Mann namens Ray Russel, dessen Bruder kürzlich an der Krankheit gestorben ist. Belinda untersucht die Kinder. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei der Suche um Cholera handelt. Wohl wissend, dass es keine Medikamente gegen diese Krankheit gibt, macht sich Belinda auf den Weg zurück in die Stadt. Auf dem Nachhauseweg wird sie von Ray Russel (Lou Diamond Phillips) angesprochen, der sie davor warnt, sich weiter um die Kinder des Waisenhauses zu kümmern. Als das Gespräch in einen handfesten Streit ausartet, kommt Belinda der Hufschmied Lee Owens (Jordan Bridges) zu Hilfe: Er weist Ray in seine Schranken und ergreift Partei für Belinda und die Waisenkinder. Er bietet Belinda, die ihm auf Anhieb gefällt, seine Hilfe an, und die beiden verabreden, dass er sie am nächsten Morgen zum Hause der Familie Pines begleiten wird, da dort ebenfalls zwei Menschen an der Seuche erkrankt sind.


Zuhause angekommen erzählt sie Annie von ihrem Verdacht, dass es sich bei der Krankheit um Cholera handeln könnte. In dem anschließenden Gespräch zwischen den beiden Frauen wird deutlich, dass Belinda, die einst so viel Kraft und Hoffnung aus ihrem Glauben schöpfte, in einer tiefen Glaubenskrise steckt. Seit dem Tod ihres Mannes kann sie Gott nicht mehr vertrauen, ja nicht einmal mehr an ihn glauben.

Am nächsten Morgen macht sich Belinda früh auf den Weg, um Bürgermeister Evans von ihrem Verdacht zu berichten. Dieser zeigt sich empört darüber, dass Belinda diese „Krankheit der Armen und Unreinen“ mit seinen Bürgern in Verbindung bringt. Zudem schärft er Belinda ein, sie solle ihren Verdacht mit niemandem teilen, da er eine Panik und eine Massenflucht aus der Stadt befürchtet.


Als Lee Owens Belinda abholen will, um ihr den Weg zum Hause der Familie Pines zu zeigen, findet er eine wutschnaubende Belinda vor, die ihrem Ärger über das Verhalten des Bürgermeisters gehörig Luft macht.

Belindas Frust nimmt zu, als sie im Hause der Familie Pines den schwerkranken Familienvater John und die ebenfalls erkrankte Tochter vorfindet und ihre Versuche, zu helfen, von John Pines mit der Begründung abgelehnt werden, er brauche einen „richtigen Arzt“. Insgesamt stößt Belinda in der Stadt immer wieder auf Ablehnung und Misstrauen, weil sie eine Frau ist.

Zurück im Waisenhaus versucht Belinda der kleinen Lilian bei der Hausarbeit zu helfen. Doch diese lehnt mit der Begründung ab, eine reiche Frau habe keine Ahnung von Haushalt. Als Belinda ihr nach und nach ihre Geschichte erzählt und ihr verrät, dass sie als Kind selbst im Waisenhaus gelebt hat, fasst Lilian allmählich Vertrauen zu ihr.

In einem Gespräch zwischen Miss Clarence und Belinda kommen die beiden Frauen auch auf das Thema Gott zu sprechen. Wieder wird deutlich, wie sehr sich Belinda von ihrem einst so starken Glauben abgewandt hat. Sehr hart und kühl weist sie Miss Clarence zurück, als diese versucht, ihr Vertrauen in Gott neu zu beleben. Insgesamt ist Belinda oft sehr ungeduldig und hart im Umgang mit der alten Dame, die doch ihr Möglichstes tut, um den Kindern zu helfen. Als Belinda sie einmal scharf anfährt, weil die hygienischen Verhältnisse im Waisenhaus nicht ihren Erwartungen entsprechen, muss Annie schließlich eingreifen und Belinda zurechtweisen. Belinda sieht schließlich ein, dass sie Miss Clarence ungerecht behandelt hat und ist bereit, sich zu entschuldigen. Doch all das zeigt, wie sehr bei Belinda die Nerven blank liegen – angesichts der schwierigen Situation im Waisenhaus und in der Stadt.

Lee Owens findet unterdessen immer mehr Gefallen an der selbstbewussten und willensstarken neuen Ärztin. Immer wieder versucht er, sich mit Belinda zu verabreden. Doch sie lehnt seine Einladungen stets ab. Zu tief sitzt bei ihr noch die Trauer um ihren verstorbenen Mann. Aber Lee ist hartnäckig. Und so bringt er eines Tages ein Picknick in der Praxis vorbei und bietet an, ihr während der Mittagspause bei der Recherche nach möglichen Behandlungsmethoden zu helfen.

Nach langem Suchen findet Belinda schließlich in einem ihrer medizinischen Fachbücher eine Idee: Mithilfe einer intravenösen Therapie wäre es möglich, die Dehydrierung der Patienten zu verhindern und somit der eigentlichen Todesursache entgegen zu wirken. Sofort macht sich Belinda auf den Weg, um die nötigen Materialien für einen selbstgebauten Tropf zu organisieren. In der Stadt trifft Belinda auf eine aufgebrachte Menschenmenge, die den Bürgermeister bedrängt, er solle das Waisenhaus endlich schließen lassen. Der Bürgermeister kann den wütenden Mob erst beruhigen, als er verspricht, am nächsten Tag eine Versammlung abzuhalten, bei der die Bürger über das Schicksal der Waisenkinder abstimmen können.

Wieder in der Praxis angekommen, stellen Annie und Belinda fest, dass die Idee mit der intravenösen Therapie gar nicht so leicht umzusetzen ist, da alle Kosten an ihnen hängen bleiben werden. Dennoch bestellen sie das benötigte Equipment, um so schnell wie möglich mit der Behandlung anfangen zu können. Denn die Bürger der Stadt haben mittlerweile abgestimmt, dass das Waisenhaus geschlossen werden soll, es sei denn, Belindas Behandlung schlägt innerhalb einer Woche an. Als die junge Ärztin schließlich von Gus, dem Gemischtwarenhändler, erfährt, dass ihre Bestellung angekommen ist, hört sie auch, dass Ray Russel ebenfalls davon weiß und möglicherweise versuchen wird, die ganze Aktion zu boykottieren. Und tatsächlich, als sie sich an diesem Abend auf den Weg macht, sieht sie sich schließlich Rays erhobenem Gewehrlauf gegenüber. Glücklicherweise kommt ihr Lee zu Hilfe. Es gelingt ihm, die Situation zu entschärfen und schon am nächsten Tag kann Belinda mit der Behandlung beginnen. Lee, der von Annie ermutigt worden ist, in seinen Bemühungen um Belinda nicht aufzugeben, hilft ihr beim Zusammenbau der Tröpfe. Sie erklärt ihm in ihrer Dankbarkeit, was für ein Segen er für die Waisenkinder ist. Als Lee sie daraufhin zu küssen versucht, entzieht sie sich ihm aber und bricht beinahe in Tränen aus. Wieder kommt der Schmerz um Drew in aller Heftigkeit hoch. Später gelingt es Lee, ihr zu sagen, dass er ihre Gefühle versteht und auf sie warten wird, bis sie bereit ist.

Währenddessen wächst das Vertrauen zwischen der kleinen Lilian und Belinda. Es geht sogar so weit, dass Lilian sich wünscht, von Belinda adoptiert zu werden. Doch obwohl diese Lilian sehr lieb gewinnt, schreckt sie vor solch einer Verantwortung zurück.


Für Annie ist es Zeit, weiterzureisen. Die Tropfvorrichtungen sind mittlerweile aufgebaut und Belinda kann mit der Behandlung der Kranken beginnen. Aber schon am nächsten Tag wird sie von einer aufgelösten Mrs. Pine geholt. Ihr Mann John ist in der Nacht gestorben. Und auch im Waisenhaus erlag eines der Kinder der schrecklichen Krankheit. Belinda stellt fest, dass sie zwar den Patienten Wasser zugeführt hat, aber nicht die nötigen Nährstoffe. Gemeinsam mit Lee mischt sie eine neue Lösung und bittet Bürgermeister Evans, die kommende Gemeindeversammlung zu verschieben, um mehr Zeit zu gewinnen. Er verspricht zu tun, was er kann.

In dieser Nacht kommen sich Belinda und Lee sehr nahe. Doch gerade als sie sich küssen wollen, bemerken sie ein Feuer beim Waisenhaus. Zusammen mit Gus gelingt es ihnen, den Brand zu löschen, den Ray Russel in seiner Wut gelegt hat. Der wird dafür vom Sheriff festgenommen. Doch für Belinda geht die Aufregung weiter, denn nun ist auch Miss Clarence erkrankt. Belinda ist erschüttert und stellt wieder ihren Glauben an Gott in Frage. Doch Miss Clarence ermutigt sie, dass Gott antwortet, wenn man ihn sucht. Als sie allein ist, betet Belinda zum ersten Mal wieder und bittet Gott, einzugreifen, da sie alles getan hat, was in ihrer Macht steht.


Am nächsten Morgen geht es vielen der Kinder endlich wieder besser! Als Belinda Wasser holen will, zeigt Lilian ihr den heruntergekommenen Brunnen, der die Wasserversorgung für die Kleinstadt darstellt. Belinda ist sofort klar, dass sie die Quelle der Cholera-Epidemie gefunden hat und es gelingt ihr, den Bürgermeister davon zu überzeugen, die Einwohner zu warnen.


Auch Miss Clarence erholt sich wieder und sie schlägt Belinda vor, Lilian zu adoptieren. Für Belinda fallen die Dinge langsam an ihren richtigen Platz. Sie beschließt, sich auf das Wagnis einzulassen und Lilian ein Zuhause zu geben, und als Lee ihr dann noch einen Heiratsantrag macht, könnte ihr Glück nicht größer sein.

 

Im Kreise der Bürger der kleinen Stadt geben sich Belinda und Lee schließlich das Ja-Wort. Und vor allem Belindas Mutter freut sich sehr über den doppelten Familienzuwachs.